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Termine der Gemeinde Bösdorf

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CHORKONZERT Ensemble Connections

Ensemble
Das Ensemble Connections wurde vor Kurzem von seinem künstlerischen Leiter Christoph Schlechter gegründet und präsentiert Anfang Februar 2019 sein erstes Konzertprogramm. Der Chor besteht aus 16 professionellen Sängerinnen und Sängern, die die Leidenschaft zur Chormusik auf hohem Niveau verbindet. Die künstlerische Vision ist es, Chormusik auf höchstmöglichem Niveau zu präsentieren. Die sorgfältig ausgewählten Programme haben das Ziel, Querverbindungen und Bezüge zwischen musikalischen Epochen, Stilen, Genres, und anderen Kunstformen aufzuzeigen. 

Christoph Schlechter
Ich bin mit kulturellen Querverbindungen aufgewachsen. Schon früh habe ich viele verschiedene Musikstile kennen und schätzen gelernt. Auch meine Studienstationen spiegeln dies wider: Zwischen den Kirchenmusikstudien (B und A) in Hamburg bei Hannelotte Pardall, Frank Löhr und Andreas Rondthaler nahm ich Orgelunterricht bei Marie-Louise Langlais in Paris. Ergänzend besuchte ich Meisterkurse im Fach Chorleitung bei Maria Guinand, Anders Eby und Frieder Bernius.
Meine letzte Studienstation führte mich in die USA: An der Yale School of Music in New Haven (Connecticut) durfte ich ein inspirierendes Konzertexamen im Fach Chor- und Ensembleleitung bei Marguerite Brooks, Masaaki Suzuki und Jeffrey Douma absolvieren. Hier lernte ich nicht nur Repertoire aller Stilrichtungen und Kontinente kennen, sondern durfte auch mit einigen der weltweit besten Künstlerinnen und Künstler zusammenarbeiten.
Seit meiner Rückkehr nach Hamburg habe ich geistliche und weltliche Chöre aller Couleur geleitet, allen voran das Vokalensemble Lux Aeterna. Als Dozent für Chor- und Ensembleleitung an der HMTM Hannover kann ich seit 2013 meine Leidenschaft für das Unterrichten und die gemeinsame Suche nach den Feinheiten in der Musik ausleben. 2014-2017 habe ich ebenfalls mit Begeisterung einen Lehrauftrag für Chorleitung an der HfMT Hamburg versehen. In meiner Tätigkeit als Dozent ist es meine Aufgabe, ständig über die Musik hinaus zu fragen und zu reflektieren, welche anderen Prozesse im Hintergrund ablaufen und sich dynamisch beeinflussen, um dann mit den Studierenden nach Zusammenhängen und Lösungen zu suchen.
Dieses gemeinsame Suchen durchdringt auch die Arbeit mit meinen Ensembles. Auf diesen Weg begeben wir uns in jeder Probe neu mit offenen Ohren und Augen und laden unsere Zuhörerinnen und Zuhörer ein, diesen Weg der Suche in der Musik mit uns in den Konzerten ebenfalls zu beschreiten!


Launching Connections – Das erste Konzertprogramm

Das erste Programm des Chores ist in drei Teile gegliedert, die jeweils eine musikalische Verbindung thematisieren und wie ein Doppelpunkt spätere Programme ankündigen.

Erste Verbindung – Alte Welt und Neue Welt
Als die spanischen und portugiesischen Eroberer die Kolonien in Mittel- und Südamerika besiedelten, war eines der Ziele, die indigene Bevölkerung mit der eigenen Kultur zu prägen und assimilieren. In den großen Städten wie dem heutigen Mexico City oder Puebla wurden Kathedralen mit eigenen Chorschulen gegründet, die sich im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts zu großen Zentren der Kirchenmusik entwickelten. Komponisten aus Spanien und Portugal, die u.a. auch in Italien in der Prima Practica (und später auch in der Seconda Practica) ausgebildet waren, siedelten in die Neuen Kolonien über und wirkten dort als Maestro di Capilla. Anfangs wurden viele mitgebrachte Werke gesungen, doch entwickelte sich im Laufe der Zeit ein eigenständiges Repertoire, welches schon in der zweiten Generation auch die Einflüsse der Musik der indigenen Bevölkerung aufnahm und verarbeitete. Diese Entwicklung zeichnen wir mit Werken von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Francisco Guerrero, Juan Gutierrez de Padilla und Francisco Lopez Capillas anschaulich nach.

Zweite Verbindung – Großbritannien und Deutschland
Der Ire Charles Villiers Stanford, der ein wichtiger Vertreter der englischen Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts war, vertiefte sich auf seinen Studienreisen nach Leipzig und Berlin in Johann Sebastian Bachs Polyphonie und Johannes Brahms‘ Harmonik. Mit ihren Motetten ‚Singet dem Herrn ein neues Lied‘ BWV 225 und ‚Schaffe in mir, Gott, ein rein‘ Herz‘ Op.29/2 bringen wir zwei Klassiker der Chorliteratur zu Gehör. Diese Einflüsse lassen sich besonders in Stanfords wenig bekanntem ‚Magnificat in B-flat for Double Choir‘ hörbar machen: Bachs virtuose Stimmführung und Kontrapunktik verschmilzt hier mit Brahms‘ dichter Harmonik und Stanfords britischem Wohlklang zu einem kompositorischen Meisterwerk!

Dritte Verbindung – Nordamerika und Pazifik
Der dritte Block des Programmes nimmt die Verbindungen zwischen den USA und dem pazifischen Raum in der Chormusik in den Blick. Gerade im asiatischen Raum entsteht derzeit wunderbare Chormusik, die jedoch in der europäischen Chorszene noch viel zu wenig Beachtung erfährt. Eröffnet wird dieser Block von einem Standardwerk der klassischen amerikanischen Moderne, den ‚Reincarnations‘ von Samuel Barber, die die nachfolgende Komponistengeneration stark geprägt haben. Die chinesische Komponistin Chen Yi erhielt als erste Frau den Master of Arts am Central Conservatory of Music Beijing im Fach Komposition und lehrt heute an der University of Missouri. Die in den USA lebende indisch-stämmige Komponistin Reena Esmail verbindet in ihrem ‚Tuttarana‘ den hindustanischen Sologesang des Tarana mit dem westlichen Idiom des (Tutti-)Chores. Ken Steven überträgt in seinem ‚Hentaken Jiwa‘ (Der Puls der Seele) traditionelle Tanzbewegungen der Malay auf die Stimme und macht sie so der aufstrebenden indonesischen Chorszene zugänglich.

Kategorie
:
Konzerte
 
Wann
:
Sonntag, 03.02.2019
Uhrzeit
:
17.00 Uhr -18.30 Uhr
Wo genau
(Straße,Ort)
:
Nikolaikirche Plön, Plön
Quelle
:
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Plön
Adresse
:
Henrich Schwerk, Kirchenmusikdirektor
Markt 25
24306 Plön
Tel.: 04522/593680
Fax: 04522/1074
eMail: Henner@Schwerk.de
Web: www.ploener-kantorei.de

 



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